Die Weißtanne - Baum des Jahres 2004
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Unsere Tanne (Abies alba) wird auch Weißtanne, Edel- oder Silbertanne genannt und ist nicht zu verwechseln mit der Rottanne (=Fichte). Die Tanne hat im Gegensatz zu den stechenden Fichtennadeln vorn eingekerbte, nicht stechende Nadeln mit zwei weißen Wachsstreifen an der Unterseite. Die Tannenzapfen stehen aufrecht an den Zweigen, nach der Samenreife fallen nur die Schuppen ab, die Spindel bleibt stehen. Das Verbreitungsgebiet der Weißtanne liegt vorwiegend in den "Bergmischwäldern" der Alpen und des Alpenvorlandes, des Schwarzwaldes, des Bayerischen und Oberpfälzischen Waldes, des Fichtelgebirges, des Thüringer Waldes sowie Franken und des Erzgebirges. Die Tanne ist der typische Mischwaldbaum. Sie ist duldsam, kann lange im Schatten anderer Bäume ausharren und sich später zu mächtigen Bäumen entwickeln. So wird von Tannen mit 68 Metern Höhe und 3,8 Metern Durchmesser berichtet. Darüberhinaus ist sie z.B. viermal weniger sturmwurfgefährdet als die Fichte und verfügt über ein tieferreichendes und leistungsfähiges Wurzelsystem. Waldbesitzer, Förster, Jäger und Naturschützer sollten die Herausforderung zur Rettung der Tanne annehmen. Sie müssen alles tun, damit auch künftige Generationen unseren mächtigsten und für die Sozialfunktion des Waldes so wichtigen Baum in Mitteleuropa bewundern können.
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| Dieser Text ist übernommen aus dem SDW-Informations-Faltblatt zur Tanne. Diese und weitere Informationsmaterialien zu anderen Baumarten können sie über unseren Internet-Shop unter [Info-Material] bestellen. |