Auenwälder
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| Bedeutung der Auenwälder |
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| Auenwälder bieten Lebensraum für sehr viele Tier- und Pflanzenarten und gehören damit zu Recht zu den naturschutzrechtlich geschützten Biotopen. Zudem haben sie einen hohen Erholungswert, speichern Wasser und verbessern darüber hinaus die Grundwasserqualität. Das Passieren der Sand – und Kiesschichten ist eine optimale Form der Wasserreinigung. Auewälder tragen, je nach ihrer Größe, auch zum Schutz vor Hochwasser bei, denn bei Hochwasser wird das Wasser in den Auewäldern "abgebremst", hier fließt es langsamer als im Flussbett. Wenn das Hochwasser abklingt, läuft das Wasser verzögert in das Flussbett zurück. Letztendlich wird dadurch die Hochwasserspitze abgeflacht, die Hochwasserwelle gestreckt und damit die Hochwassergefahr gemindert.
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| Geschichtlicher Rückblick
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| Flusstäler mit ihren Auenwäldern waren in früheren Zeiten für die Menschen unwegsame Gegenden. Dies änderte sich drastisch Anfang des 19. Jahrhunderts, als in Deutschland die ersten großen Flussbegradigungen erfolgten. Der größte Einschnitt in die natürlichen Auenwaldflächen stellte Tulla´sche Rheinkorrektur um 1825 dar. So wurden im Laufe der Zeit viele andere Flüsse, bzw. Bäche aus Hochwasserschutzgründen, zur Schiffbarmachung oder zur Stromgewinnung begradigt und kanalisiert. Die damit einhergehende verstärkte Tiefenerosion führt bis heute zu einem schleichenden Verlust potentieller Auewaldstandorte, weil sich die Wasserverhältnisse durch ein Absinken des Grundwasserspiegels mit der Gefahr des Austrocknens von Auewäldern verschlechtern. Gleichzeitig wurden viele trockene Auegebiete als Grünland erschlossen.
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| Initiative für
ein Naturparadies |
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| Seit Ende des Jahres 1994
betreibt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Hessen eine Initiative
zur Neubegründung von Auenwäldern, weil gerade dieses Ökosystem
in unserer Kulturlandschaft so flächendeckend zerstört worden
ist wie kaum ein anderes - trotz ihrer großen Bedeutung für
einen intakten Naturhaushalt. |
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